Ortstermin 17

Protest – Künstlerische Formen demokratischer Teilhabe


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The Glass Project e.V. im Obdachlosenwohnhaus Lübecker Straße 6 (Ausstellung Fr 19 Uhr, Sa & So 14-19 Uhr, Veranstaltungsort 47)

 

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Braulio Fidel Zuniga, „Waldgeister", Waldstraße 17 (Hinterhaus) (Offenes Atelier Sa & So 14-19 Uhr, Veranstaltungsort 35)

 

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Kunstperformance mit Ulrike Brand, Marcello Lussa, Katja Pudor, Ingo Reulecke, Turmstraße 75 (Sa 16 Uhr, Veranstaltungsort 5)

 

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Thomas Gerwin, Soundwalk, Turmstraße 75 (Sa 15 Uhr, Veranstaltungsort 3)

 

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Protest/e im Blick des Goldrausch Künstlerinnenprojekts, Videoscreening (Sa 19 Uhr, Veranstaltungsort 3)

 

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Susanne Roewer, „Europa III“, Ausstellung im Stadtraum "Protest" (rund um die Uhr, Ort 18)

 

Kunstfestival
30.6.-2.7.2017

In den letzten Monaten wurde viel und heftig darüber gestritten, wie wir uns als Bürger an der Meinungsbildung beteiligen können. Neue Parteien haben sich gegründet, deren erklärtes Ziel es ist, dem vermeintlichen Bürgerwillen Gehör zu verschaffen. Es gibt den institutionalisierten Protest, bei dem man sich per Mausklick einer großen Bewegung anschließen kann, es gibt die Forderung nach mehr Bürgerentscheiden und es gibt den sogenannten Wutbürger, der lange Zeit im Fokus des medialen Interesses stand.

Wer aber die Welt verändern möchte, muss sie verstehen. Wer protestiert, muss zuerst hinsehen, um durchzublicken. Mit Wut ist man schlecht beraten. Es geht nicht um Aktionismus, sondern um Protest. Und zwar reflektiert und ohne Wut; Protest ist anstrengend, Protest kann schnell populistisch oder schick und hip werden. Nur dagegen sein ist nicht immer gut. Es heißt PRO-testieren, zumeist ist es aber ein KONTRA-stieren.

Was aber denken Künstler*innen, wenn sie "gegen etwas" sind, wie drücken sie ihren Willen aus und welche Strategien haben sie für die Durchsetzung ihrer Interessen? Der diesjährige Ortstermin gibt Einblick in die Welt künstlerischen Widerstands, alternativer Argumentationen und reflektierter Kommunikation.

Die Kunst bietet einen guten Ankerpunkt dazu: Kunst erfordert ein Hinsehen, Verweilen und Nachdenken. Der Ortstermin 17 macht sichtbar, bietet Plattform und gibt Raum zum Austausch.
Beim Kunstfestival Ortstermin 17 engagieren sich mehr als 150 Künstler*innen an über 70 Orten mit ihren aktuellen Arbeiten: Eigens konzipierte Ausstellungen, Performances, Kunstaktionen, Lesungen, Film, Soundwalks, geführte Rundgänge und vieles mehr zu unserem diesjährigen Festivalthema können den Blick weiten für ein neues Verständnis von Protest.

Das Projektteam von Ortstermin 17 wünscht den Besucher*innen des diesjährigen Kunstfestivals anregende Gespräche, neue Kontakte und ein in jeder Hinsicht inspirierendes Wochenende voller Kunst.

Freitag, den 30.6.2017: Eröffnung um 18 Uhr vor/bei/in der Galerie Nord,
anschließend Eröffnung an 25 unterschiedlichen Ausstellungsorten sowie der Ausstellung im öffentlichen Raum mit 15 weiteren künstlerischen Positionen.

Samstag und Sonntag, 1. und 2. Juli 2017, jeweils von 14–19 Uhr, Offene Ateliers und Ausstellungen an über 70 Orten.

Zusätzliches Veranstaltungsprogramm von Freitag bis Sonntag zu unterschiedlichen Zeiten.

Programmflyer hier zum Download oder in der Galerie Nord erhältlich.





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