Querköpfe

Eine Ausstellung zum zeitgenössischen Umgang mit einem klassischen Sujet

12.09.2008 - 11.10.2008

Jürgen Baumann, Antonia Bisig, Sylvia Doebelt, Nils Franke, Peter Freitag, Grit Hachmeister, Christian Hahn, Eike Laeuen, Eva Lauterlein, Inka Meissner, Katharina Mouratidi, Marilene Oliver, Beate Rathke, Bärbel Rothhaar, Daniel Sambo-Richter, Marianne Stoll, Dietrich Walther, Georg Weise, Tom Weller und ausgewählte Meisterwerke von Andy Warhol, Walter de Maria, Antoni Tapiès, Allen Jones, Horst Janssen, Holmead, etc.

 

Bild zur Ausstellung

Peter Freitag

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Christian Hahn

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Jürgen Baumann

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Daniel Sambo-Richter

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Antonia Bisig

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Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mit seinem Freund Jörn Kubicki zu Gast bei der Eröffnung der 'Querköpfe'

So obsolet das klassische Portrait angesichts aktueller Identitätsdiskurse sein mag, so beharrlich durchquert es immer wieder die Produktionen zeitgenössischer Kunst. Im idealen Fall der möglichst naturnahen Abbildung eines Individuums gewidmet, versuchen Portraits überdies immer wieder, das subjektive Wesen der dargestellten Personen einzufangen und die Geschichten hinter einem Gesicht zu sondieren.
Bevorzugt dienten Portraits in der zurückliegenden Kunstgeschichte der gesellschaftlichen Repräsentation oder spielten seit der Erfindung der Fotografie eine genealogisch motivierte Rolle. Als Medium in kommunikativen Prozessen kam ihnen überdies nicht selten eine identifikatorische Funktion zu bzw. signalisierten sie – manchmal weniger, manchmal deutlicher – die Konstruiertheit letztlich jeden Entwurfes von Individualität.
Vieles hat sich seitdem verändert, das Abbilden des menschlichen Antlitzes unterlag seit der Moderne nicht wenigen künstlerischen Revisionen und geriet insofern unter Generalverdacht, als berechtigte Zweifel an einer umfassenden Darstellbarkeit subjektiver Identitäten aufgekommen sind. Nun sind die Diskurse um Identitäten, um Subjekt- und Geschlechter­konstruktionen lange verhandelt und es zeich­net sich trotz allem ein ebenso ungebrochener wie experimentierfreudiger Umgang mit einem klassischen Sujet ab.
Die Ausstellung Querköpfe zeigt mit Arbeiten von über 20 Künstlerinnen und Künstlern einen historisch verankerten Querschnitt durch die aktuelle Produktion von Portraits, Bildnissen und Selbstportraits. Ein klassisches und nicht minder vornehmes Sujet der Bildenden Künste wird dabei durchaus einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen, in der es u.a. um Fragen nach der Darstellbarkeit identitärer Vorstellungen und subjektiver Repräsentation geht. So klassisch die Traditionen, so vehement ziehen zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler gerade auf dem Gebiet des Portraits gegen Konventionen zu Felde und kommen nicht selten zu provokanten Neuformulierungen.

Hier ein Link zu einem Bericht des ZDF-Kulturmagazins "Aspekte" über die Ausstellung: Querköpfe beim ZDF



Hinweis: Diese Ausstellung ist bereits beendet!


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